Nach dem 1.Weltkrieg, dem Zerfall Österreich-Ungarns also, gab bezüglich des Status dieser Gebiete Streit. Das nördliche Ungarn, mehrheitlich von Slowaken bewohnt, wurde Teil der neugegründeten Tschechoslowakei; aber Polen forderte die Gebiete von Zips (Spis) und Orawa (Orava), da der überwiegende Teil der Bevölkerung einen polnischen Dialekt sprach, nicht aber Slowakisch (Eine ähnliche Situation lag in Teschen vor). Die Friedenskonferenz entschied sich für eine Volksabstimmung in diesen Gebieten, aber letztendlich, im Jahre 1920, wurde sowohl Zips (Spis) wie auch Orawa (Orava) zwischen Polen und der Tschechoslowakei aufgeteilt und zwar ohne jedes Plebiszit. 1938 annektierte Polen einige slowakische Teile des umstrittenen Territoriums. 1945 wurde aber die Grenzziehung von vor 1938 wiederhergestellt.
Die Karte Galiziens zeigt auch die Gebiete von Zips (Spis) und Orawa (Orava). Diese sind dort gelb gefärbt. Die rote Linie entspricht der Grenzziehung zwischen Polen und der Slowakei im Jahre 1920.