Im Jahre 1815 wurde der östliche Teil Sachsens Schlesien einverleibt. Der nördlichste Teil Schlesiens jedoch, die Enklave von Schwiebus/Swiebozin, wurde Teil der Provinz Brandenburg (auf der Brandenburgkarte in rot). Im 19.Jh. war der größere Teil der Schlesier römisch-katholisch. In den westlichen und zentralen Teilen wurde praktisch nur deutsch gesprochen, während im östlichen Teil (Oberschlesien) polnisch dominierte.
Als das unabhängige Polen 1918 aus der Taufe gehoben wurde, wollte die polnisch sprechende Bevölkerung ebenfalls zu Polen gehören. Nach drei polnischen Aufständen wurde die betreffende Region zwischen Polen und Deutschland aufgeteilt (Das Gebiet, welches polnisch wurde, zeigt die Karte in grün). Kleine Teilgebiete in Mittelschlesien (auf der Karte hellblau) wurden ebenfalls Polen einverleibt und ein kleines Gebiet im Süden (auf der Karte in rosa) wurde tschechoslowakisch.
Nach dem 2.Weltkrieg wurde der weitaus größte Teil Schlesiens Polen einverleibt. Nur drei Distrikte westlich der Neiße blieben bei Deutschland (Sie sind heute Teil des Freistaates Sachsen). Die deutschen Einwohner flohen oder wurden zum überwiegenden Teil vertrieben. Anschließend wurde in Schlesien Polen der polnischen Ostgebiete angesiedelt.
Die Karte zeigt das Gebiet Schlesiens am Anfang des 20.Jh. Die farbigen Regionen sind oben erklärt worden. Die rosa Linie stellt die heutige Grenze zwischen Polen und Deutschland dar. Städtenamen wurden sowohl in deutsch als auch in polnisch angegeben.
