Königreich Sachsen

Sachsen war und ist einer der deutschen Staaten und hat eine lange Geschichte. Es umschließt das Gebiet zwischen Berlin und dem Erzgebirge. Kleinere Gebietsteile Sachsens gehören jetzt zu Polen, und das ist der Grund dafür, daß Sachsen hier aufgenommen wurde. Ein großer Teil seiner Bewohner sind historisch gesehen Sorben und Wenden, slawische Volkstämme, deren ursprüngliche Sprache sich also vom Polnischen und Tschechischen ableiten läßt. Eine Zeit lang, im 18Jh., war Polen mit Sachsen durch eine Personalunion - der Sachsenkönig war zugleich polnischer König - verbunden.

1815 wurde etwa die Hälfte Sachsens durch Preußen annektiert. Die Gebiete, die nach 1945 polnisch wurden, wurden damals in die preußischen Provinzen Brandenburg und Schlesien eingemeindet. Nur ein kleines Gebiet des Kreises Zittau, östlich der Neisse, gehörte noch zu Sachsen. Nach 1945 wurde die Neiße die Grenze zwischen Polen und Deutschland. Dadurch wurde dies kleine Gebiet zu einem Teil Polens. Der größere, noch zu Deutschland gehörende, Teil Sachsens wurde kurz nach dem Anschluß der SBZ an die Bundesrepublik zum Freistaat Sachsen, einem Bundesland der Bundesrepublik Deutschland.

Die östlichen Teile Sachsens werden auf der Karte Schlesiens (links) gezeigt. Das Gebiet Sachsens nach 1815 ist dort grün eingezeichnet. Die an Brandenburg verlorenen Gebiete sind in braun gehalten. Die Region, die zu Schlesien kam, ist gelb angelegt.. Die rose Linie zeigt die gegenwärtige Grenze zwischen Polen und Deutschland.


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